Das Unternehmen

Unsere Geschichte

Sidac ist die Tochtergesellschaft des großen Unternehmens Orsi-Mangelli aus Forlì.
Die Familie Orsi Mangelli ist eine der ältesten Adelsfamilien in Forlì. Ihre berühmtesten Vorfahren lebten im Mittelalter und waren u.a. ein bekannter Kardinal und ein angesehener Architekt, der den Glockenturm der romanischen Kirche von San Mercuriale, in der Innenstadt von Forlì, gebaut hat.

Complesso industriale Orsi Mangelli1929. Der Graf Paolo Orsi-Mangelli gründete das gleichnamige, in der Zellophan-Herstellung spezialisierte Unternehmen, und beschloss, das Fabrikgebäude am damaligen Stadtrand von Forlì bauen zu lassen. Aus dem dichten, wieder gefundenen Briefwechsel zwischen dem Grafen Paolo und Mussolini ist zu entnehmen, dass das Regime das Projekt des Unternehmers vom Anfang an unterstützte, und zwar nicht nur finanziell.

 

Prima pubblicità Sidac - 1939Jahre 30'. Die Arbeiter wurden explizit durch Kriterien der faschistischen Ideologie ausgewählt, und die Führungskräfte wurden von Amts wegen bei der Partei angemeldet. 1931 zählte das Unternehmen schon 1500 Angestellte, meist Frauen und Mädchen unter 16 Jahren. In Forlì bedeutete eine Stelle bei der Orsi Mangelli für viele Jahre einen qualitativen Sprung und nicht einfach eine „feste Stelle“. Bei den Stadtbürgern entstand die Redewendung „an die Mangelli hochgehen“: Der Ausdruck unterstrich den beruflichen Erfolg und den Stolz, die man angeben konnte, wenn man vom Unternehmen eingestellt wurde. Neben der Orsi Mangelli wurden sofort die im Zellophanpressen spezialisierten Unternehmen Saom und Sidac gegründet, die 1930 400 Arbeiter zählten. In den folgenden Jahren leitete Sidac eine Abteilung für die Nitrierung von Zellophan und Baumwoll-Linter ein und plante den Start der Strumpffabrik von Faenza, der heutigen OMSA.

1938.Benito Mussolini, insieme ad altri gerarchi fascisti e a Barbara Orsi Mangelli, osserva un macchinario per tessere, all'interno di un laboratorio dell'industria Orsi Mangelli Mussolini bestätigte seine Unterstützung, indem er 1938 an der offiziellen Eröffnung des Betriebs teilnahm, und ihn im Sinne der Autarkiepolitik des Regimes zur „Nationalfabrik“ benannte. Infolge eines von der Regierung verabschiedeten Gesetzes wurde Forlì nämlich Nationalsitz der jährlichen Ausstellung der Textilfasern, bei der das Unternehmen an großer Bekanntheit gewann. Das neue Unternehmen bedeutete für Forlì und die Romagna eine große Veränderung, sowohl auf wirtschaftlicher, als auch auf sozialer Ebene: Der Städtebau von Forlì und Umgebung wurde völlig erneuert, neue Industrieviertel entstanden, wo bisher nur Umland war. Arbeiter und Familien aus den umliegenden Gebieten zogen in die Stadt, und das alles in einer bisher stark landwirtschaftlich geprägten Region.

1967. In der Zeit der größten Entwicklung für die Herstellung synthetischer Gewebe wurde Sidac in der Firma Saom eingegliedert und der neue Firmenname wurde Saom-Sidac und dann Fortex-Sidac. Beim Unternehmen wurden fünf verschiedene Produktionslinien entwickelt: Synthetische Gewebe (Rayon-Viskose) – Linie, die Anfang der 70er Jahre geschlossen wurde –, Herstellung von Zellophanfolien, Herstellung von Polyäthylenfolien, Druck und andere Verarbeitungen des Zellophans, Herstellung von Nylonfasern. Die Druckabteilung und die Folienherstellung waren die einzigen Bereiche, die nach dem Ende der Orsi Mangelli tätig bleiben, indem sie passend modernisiert, verändert und in neue Fabrikgebäude verlegt wurden.

Fortex Sidac - 1985 - Schiavi 6 Colori1977. Fortex-Sidac überlebte also den offiziell angemeldeten Konkurs des Unternehmens, und die Familie Orsi-Mangelli verließ die Industrieszene.
Gleichzeitig, infolge der ersten Gesundheitskontrolle der Arbeiter, startete die Arbeitsmedizin die ersten Analysen und Erhebungen auf dem Gelände, wo die jetzt geschlossenen Fabrikgebäude standen, und sie bestätigte, dass da Asbest und Eternit waren.
In diesen Jahren, dank der wissenschaftlichen und medizinischen Literatur hauptsächlich aus den USA, die zum ersten Mal vom Asbest und den damit gebundenen Risiken für die Menschengesundheit handelte, leiteten die Gesundheitsbehörde von Forlì ein Sanierungs- und Dekontaminationsprojekt des alten Fabrikgebäudes und des gesamten betroffenen Geländes. Das war eins der ersten Beispiele von Industriesanierung in Italien.

 

SIDAC Heute

1991. Fortex-Sidac wurde von Giglioli und Ballarati übernommen, und in „GIBA SIDAC srl“ umbenannt. Die einzige Produktionslinie war der Druck von flexibler Verpackungsfolie.

1992.  Fortex-Sidac wurde von der ACMAR-Gruppe aus Ravenna erworben, einer wichtigen, in der Bauindustrie tätigen Genossenschaft, die viele Industrie- und Zivilprojekte in Italien und im Ausland durchgeführt hat. Das neue Management ermöglichte ein dauerndes Wachstum für das Unternehmen, das zur Entwicklung anderer Produktionsbereiche geführt hat. 2002 wurde z.B. die Etikettenabteilung eingeführt, und Sidac hat sich in den letzten Jahren als eins der führenden Unternehmen in diesem Marktsegment durchgesetzt.

HEUTE. Sidac S.p.A. ist heute ein zertifiziertes Unternehmen mit ca. 100 Angestellten, darunter viele Experten des Bereichs und qualifizierte Techniker, und einem Umsatz i.H.v. 32 Millionen Euro, die mit den modernsten Produktions- und Planungstechnologien rechnen kann. Sidacs Packaging wird jetzt auch nach Nordeuropa, in die Mittelmeerländer und in die USA exportiert, da es sich im Ausland und auf dem italienischen Markt für die hohe Druckqualität auszeichnet.

19 Juli 2017. Erwerbung der Gesamtheit von Sidac durch Orienta Partners mittels der Zweckgesellschaft Romagnapack SpA.

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